Aufgrund unserer schweren finanziellen Lage musste ich einen reichen alten Mann heiraten; doch in der Hochzeitsnacht sagte er plötzlich, dass zwischen uns nichts passieren würde — er wolle nur zusehen, wie ich schlafe

Aufgrund unserer schweren finanziellen Lage musste ich einen reichen alten Mann heiraten; doch in der Hochzeitsnacht sagte er plötzlich, dass zwischen uns nichts passieren würde — er wolle nur zusehen, wie ich schlafe 😨😱

Wegen unserer katastrophalen finanziellen Situation war ich gezwungen, einen reichen alten Mann zu heiraten, obwohl mir schon beim Gedanken daran schlecht wurde. Aber als wegen der Schulden meines Vaters die Bank uns das Haus wegnahm und wir buchstäblich auf der Straße standen, gab es keine andere Wahl mehr.

Ein entfernter Verwandter der Familie, ein etwa siebzigjähriger Mann, dessen Frau vor langer Zeit gestorben war, bot seine Hilfe an. Er sagte, er könne einen Teil der Schulden begleichen, eine Wohnung bezahlen und meinem Vater die Behandlung ermöglichen. Wir wären ihm beinahe zu Füßen gefallen.

Doch seine Großzügigkeit hatte eine widerliche und seltsame Bedingung: Ich sollte ihn heiraten. Für ein junges Mädchen gibt es kaum etwas Abstoßenderes. Aber ich stimmte zu — meinem Vater zuliebe, meiner Familie zuliebe — und redete mir ein, dass er alt sei, nicht mehr lange leben würde und wir wenigstens gerettet wären.

Ich fürchtete die Hochzeitsnacht bis zur Panik. Ich saß am Bettrand, zog die Knie an mich und zitterte so sehr, dass meine Zähne klapperten. Ich hatte Angst, mir überhaupt vorzustellen, was passieren würde, wenn er hereinkäme.

Und dann öffnete sich die Tür. Er kam herein, langsam, schwerfällig, mit einem merkwürdig irrenden Blick… und brachte einen Stuhl mit. Er stellte ihn neben das Bett, setzte sich und sagte leise, als wäre es die normalste Bitte der Welt:

— Zwischen uns wird heute nichts passieren. Schlaf.

— Und Sie… schlafen neben mir?

— Nein. Ich will dir beim Schlafen zusehen.

Mir gefror das Blut in den Adern. Was sollte das heißen? War er ein Wahnsinniger? Ein Irrer? Aber ich war erschöpft und wusste, dass ich am Morgen gefügig wirken musste — für meinen Vater. Also legte ich mich hin, ohne sogar mein Hochzeitskleid auszuziehen.

Als ich am Morgen aufwachte, war er schon weg.

In der nächsten Nacht geschah dasselbe. Wieder stellte er den Stuhl neben das Bett, setzte sich und beobachtete mich schweigend, ohne zu blinzeln, als warte er darauf, dass ich einschlief. In der dritten Nacht — dasselbe.

Ich begann zu glauben, dass mein Mann verrückt sei, dass er etwas Schreckliches verberge, und ich verstand nicht, was er eigentlich wollte.

Doch in der vierten Nacht geschah etwas, das mich endgültig erstarren ließ vor Angst.

Ich schlief bereits, als ich eine Bewegung neben mir spürte. Ein schweres, heiseres Atmen an meinem Ohr riss mich aus dem Schlaf. Ich riss die Augen auf — und sah meinen Mann direkt vor mir, so nah, dass ich den Geruch seines alten Kölnischwassers wahrnahm. Aber was er tat, war noch schlimmer. 😨😱 Fortsetzung im ersten Kommentar 👇👇

Er setzte mir vorsichtig eine Perücke auf — lang, altmodisch, vom Alter ausgeblichen. Auf meine Brust legte er ein seltsames, vom Alter vergilbtes Kleid. Es sah aus, als wäre es mindestens vierzig Jahre alt. Mit zitternden Händen strich er die Falten glatt, als ob er eine Puppe ankleiden würde.

— Was tun Sie da?! Um Himmels willen, Sie sind verrückt! — schrie ich und sprang beinahe aus dem Bett. — Nehmen Sie das sofort weg!

Er zog die Hände zurück, schüttelte erschrocken den Kopf und stammelte:

— Nein! Verzeih… verzeih… Ich wollte nicht… Ich wollte dich nicht erschrecken! Du… du siehst ihr so ähnlich… meiner Marta… meiner Frau… Sie starb vor zwanzig Jahren. Ich… ich vermisse sie so sehr… manchmal denke ich, wenn ich nur warte, wenn ich das Kleid richtig hinlege, wenn ich dir beim Atmen zusehe… dann kommt sie zurück.

Er sprach und zitterte am ganzen Körper, und in seinen Augen lag etwas, das mir eine Gänsehaut über den Rücken jagte — keine Bosheit, sondern völlige Verlorenheit, Wahnsinn, Einsamkeit.

Ich wich zur Tür zurück und bemerkte erst dann das alte Foto auf dem Nachttisch. Auf dem Bild war eine junge Frau… und sie sah mir tatsächlich ähnlich.

— Bitte — flüsterte er, noch immer auf dem Boden neben dem Bett sitzend. — Lass mich nur zusehen. Ich rühre dich nicht an. Ich tue dir nichts. Nur zusehen.

Und da begriff ich: Ich lebte mit einem Mann, der vom eigenen Kummer in den Wahnsinn getrieben worden war.