Die Braut floh von ihrer Hochzeit, nachdem sie eine schreckliche Wahrheit über ihren zukünftigen Ehemann erfahren hatte. Doch er holte sie ein und befahl seinen Männern, das Mädchen in eine Höhle voller Giftschlangen zu werfen. Der Mann war überzeugt, dass sie diese Nacht nicht überleben würde, doch die Braut tat etwas, womit niemand gerechnet hatte 😨
Bis zur Hochzeit blieb weniger als eine Stunde, als Emma zufällig ein Gespräch ihres Verlobten hörte.
Sie hatte ihr Brautkleid bereits angezogen und wollte gerade zu den Gästen hinausgehen. In dem großen Landhaus spielte Musik, die Kellner deckten die Tische, und vor dem Eingang standen teure Autos.
Ihr Verlobter Mark gehörte zu einer der einflussreichsten Familien der Stadt. Viele Menschen hatten Angst vor ihm, doch Emma gegenüber war er immer aufmerksam und ruhig gewesen.
Das Mädchen glaubte, den Mann, den sie heiraten wollte, gut zu kennen.
Als Emma das Zimmer verließ, hörte sie Stimmen hinter der Tür des Arbeitszimmers. Zuerst wollte sie einfach weitergehen, doch plötzlich fiel der Name ihres Vaters.
— Nach der Hochzeit wird das Grundstück endgültig der Familie gehören — sagte Mark. — Wichtig ist nur, dass Emma nicht zu früh etwas davon erfährt.
— Und wenn sie es herausfindet? — fragte ein anderer Mann.
— Dann wird sie dasselbe Schicksal ereilen wie ihren Vater.
Emmas Hände begannen zu zittern.
Ihr Vater war vor zwei Jahren gestorben. Die Polizei hatte erklärt, er sei bei einem Autounfall ums Leben gekommen, doch nun begriff das Mädchen, dass es vielleicht gar kein Unfall gewesen war.
Vorsichtig öffnete sie die Tür einen Spalt und sah eine Mappe auf dem Tisch liegen. Obenauf lagen Dokumente mit der Unterschrift ihres Vaters und daneben ein Foto seines völlig zerstörten Autos.
Emma nahm die Mappe und rannte zum Hinterausgang.
Sie hatte noch nicht einmal die Hälfte des Gartens durchquert, als Mark sie aus dem Fenster bemerkte. Wenige Sekunden später nahmen vier Männer die Verfolgung auf.
Emma lief auf die Straße und verschwand zwischen den Bäumen. Das lange Kleid verfing sich in den Ästen, ihre Schuhe sanken in den nassen Boden ein, doch sie rannte weiter.
Plötzlich begann es heftig zu regnen.
Das Mädchen hörte bereits Schritte und Stimmen hinter sich. Wenige Minuten später packte einer der Männer sie am Arm. Emma schrie und versuchte sich loszureißen, doch die anderen umzingelten sie schnell.
Kurz darauf erschien Mark.
Er nahm ihr die Mappe ab und betrachtete ruhig ihr schmutziges Brautkleid.
— Ich habe dir ein schönes Leben ermöglicht — sagte er kalt. — Du hättest einfach nur meine Frau werden und keine Fragen stellen sollen.
— Hast du meinen Vater getötet? — fragte Emma.
Mark antwortete nicht. Er befahl seinen Männern lediglich, sie zu der alten Höhle im Wald zu bringen.
Die Bewohner der Gegend versuchten, diesen Ort zu meiden. Im Inneren der Höhle war es feucht und dunkel, und zwischen den Steinen lebten Dutzende Giftschlangen.
Mark wusste davon.
Die Männer warfen Emma direkt am Eingang zu Boden. Das Mädchen versuchte aufzustehen, doch dann sah sie eine große schwarze Schlange vor sich und erstarrte.
Von allen Seiten ertönte ein bedrohliches Zischen.
— Bis zum Morgen wird es hier nichts mehr zu finden geben — sagte Mark und befahl seinen Männern zu gehen.
Sie blieben nur wenige Minuten am Eingang stehen und beobachteten, wie sich die Schlangen langsam der Braut näherten. Dann drehten sich die Männer um und verschwanden im Wald.
Emma blieb allein zurück.
Sie hatte Angst, sich auch nur zu bewegen. Eine Schlange kroch über den Saum ihres Kleides, während eine andere direkt vor ihrer Hand den Kopf hob.
Sie waren überzeugt, dass das Mädchen den Morgen nicht mehr erleben würde, doch was die Braut dann tat, schockierte sie alle 😰😱 Die Fortsetzung der Geschichte findet ihr im ersten Kommentar 👇👇
In diesem Moment bemerkte Emma einen kalten Luftzug, der aus einem schmalen Spalt zwischen den Steinen kam. Das bedeutete, dass die Höhle hinter der Wand weiterging und es dort möglicherweise einen anderen Ausgang gab.
Doch um dorthin zu gelangen, musste sie an den Schlangen vorbei.
Da erinnerte sich das Mädchen an die Worte ihres Vaters. Als sie noch ein Kind gewesen war, hatte er sie oft mit in die Berge genommen und ihr beigebracht, wie man sich bei einer Begegnung mit einer Schlange verhalten sollte.
Er hatte immer gesagt, dass die meisten Schlangen nicht ohne Grund angreifen. Schnelle Bewegungen und Panik seien gefährlicher als das Tier selbst.
Emma nahm ihren langen Schleier ab und wickelte ihn vorsichtig um ihre Hände. Dann riss sie ein festes Stück Stoff vom unteren Teil ihres Kleides ab und legte es langsam ein Stück entfernt auf den Boden.
Eine der Schlangen kroch zu dem Stoff.
Das Mädchen wartete, bis ein schmaler Weg frei geworden war, und begann dann, sich ganz langsam auf den Spalt zuzubewegen. Sie stand nicht auf und hob ihre Arme kaum an, um die Schlangen nicht zu erschrecken.
Als Emma die Wand erreichte, entdeckte sie einen kleinen Durchgang. Dahinter befand sich ein alter unterirdischer Tunnel, durch den früher Wasser geflossen war.
Fast eine Stunde lang kroch sie hindurch, bis sie vor sich Licht sah.
Als sie auf der anderen Seite des Berges ins Freie gelangte, entdeckte Emma eine alte Straße. Genau in diesem Moment fuhr dort ein Fahrzeug der Forstaufsicht vorbei. Der Mitarbeiter bemerkte das Mädchen in dem schmutzigen Brautkleid und hielt sofort an.
Im Auto holte Emma eine kleine Speicherkarte aus ihrem Korsett. Vor ihrer Flucht hatte sie es geschafft, diese aus der Mappe zu nehmen und unter ihrem Kleid zu verstecken.
Auf der Speicherkarte befanden sich Aufnahmen von Marks Gesprächen, Dokumente über illegale Geschäfte und ein Video, das bewies, dass Emmas Vater auf seinen Befehl hin getötet worden war.
Am Morgen kehrte Mark zur Höhle zurück, um sich zu vergewissern, dass das Mädchen tot war. Doch im Inneren fand er nur den zerrissenen Schleier und eine Spur, die zu dem geheimen Tunnel führte.
Wenige Minuten später erschienen mehrere Polizeiautos am Waldrand.
Emma stand noch immer in ihrem schmutzigen Brautkleid neben den Polizisten und sah zu, wie Mark Handschellen angelegt wurden.
