Meine Tochter sagte heute plötzlich: „Ich weiß, dass du nicht der Sohn meiner Oma bist.“ Ich war von ihren Worten völlig geschockt, denn ein zweijähriges Kind kann sich so etwas nicht selbst ausdenken – also muss sie es von jemandem gehört haben 😢😱
Heute nach der Arbeit saß ich auf dem Sofa und schaute ganz ruhig fern. Es war ein ganz normaler, ruhiger Tag zu Hause. Meine Tochter lief in meiner Nähe herum, murmelte etwas vor sich hin, so wie sie es jeden Tag tut. Sie ist erst zwei Jahre alt, verwechselt noch viele Wörter und spricht sehr einfach, deshalb habe ich kaum darauf geachtet.
Plötzlich kam sie ganz nah zu mir, stellte sich direkt vor mich, wie auf dem Foto, verschränkte die Arme und runzelte die Stirn.
„Papa…“, sagte sie ganz ernst.
„Was ist, mein Schatz?“, lächelte ich und dachte, jetzt kommt etwas über Spielzeug oder Kekse.
„Ich kenne ein Geheimnis.“
Ich musste sogar schmunzeln.
„Na, erzähl.“
„Du bist nicht der Sohn von Oma.“
Ich erstarrte. Zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört.
„Was hast du gesagt?“
„Du bist nicht ihr Sohn“, wiederholte sie, schon ein wenig beleidigt.
Ich lachte und dachte, das sei nur kindliche Fantasie.
„Warum denkst du das?“
Sie runzelte die Stirn noch mehr.
„Lach nicht. Das ist wahr.“
In diesem Moment wurde mir unwohl. Ein so kleines Kind kann sich solche Worte nicht selbst ausdenken. Das heißt, jemand muss es ihr gesagt haben.
„Schatz, hat Oma dir das gesagt?“
„Nein.“
„Mama?“
„Nein.“
Ich beugte mich zu ihr herunter.
„Wer dann?“
Sie sah mich sehr aufmerksam an und sagte in ihrer einfachen, kindlichen Sprache etwas, das mich völlig schockierte 😨😲 Die Fortsetzung habe ich im ersten Kommentar erzählt 👇👇
„Ich selbst.“
„Wie selbst?“, verstand ich nicht.
Sie begann zu erklären, so gut sie konnte:
„Du siehst nicht ähnlich aus. Oma ist schön. Sie hat schöne Haare. Schöne Lippen. Ein Kleid mit Blumen.“
Sie machte eine Pause, sah mich an und fügte hinzu:
„Und du… bäh.“
„Was heißt ‚bäh‘?“, hielt ich es nicht mehr aus.
„Du hast Stoppeln. Und Haare hier“, sie zeigte mir mit dem Finger auf die Brust. „Du bist nicht schön. Also ist sie nicht deine Mama.“
Dann beugte sie sich zu mir und flüsterte:
„Sag das nur niemandem. Oma wird traurig.“
Zuerst schwieg ich, dann brach ich so laut in Gelächter aus, dass mir die Tränen kamen. Ich versprach ihr, niemandem etwas zu sagen.
Am Abend erzählte sie dasselbe trotzdem sowohl der Oma als auch der Mama. Mit demselben ernsten Gesicht und denselben Argumenten.

