Während der Hochzeit bemerkte der Bräutigam, dass die Braut ihren Schleier schon seit mehreren Stunden nicht anhob und ihr Gesicht ständig verbarg

Während der Hochzeit bemerkte der Bräutigam, dass die Braut ihren Schleier schon seit mehreren Stunden nicht anhob und ihr Gesicht ständig verbarg. Zuerst dachte er, sie sei einfach nur schüchtern, doch als sie schließlich allein waren, hob der Mann vorsichtig ihren Schleier an und erstarrte vor Schock, als er das Gesicht seiner Braut sah 😮

Rajiv war achtundzwanzig Jahre alt und in einer Familie aufgewachsen, in der viele alte Traditionen bis heute eingehalten wurden.

Als seine Eltern ihm mitteilten, dass sie eine Braut für ihn gefunden hatten, widersprach er nicht. Das Mädchen hieß Ananya, war vierundzwanzig Jahre alt, arbeitete als Lehrerin und lebte mit ihren Eltern in einer anderen Stadt.

Nach dem Brauch der beiden Familien durften die jungen Leute vor der Hochzeit miteinander sprechen, doch Rajiv durfte das Gesicht seiner zukünftigen Frau nicht sehen.

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Anfangs kam ihm das seltsam vor, doch nach und nach wurden die Telefongespräche mit Ananya zu einem Teil seines Lebens. Sie sprachen fast jeden Abend miteinander und erzählten sich von ihrer Arbeit, ihren Familien und ihren Plänen für die Zukunft.

Rajiv wollte das Mädchen, dessen Stimme ihm inzwischen so vertraut geworden war, immer mehr sehen, doch er beschloss, bis zur Hochzeit zu warten.

Endlich kam der lang ersehnte Tag.

Als Ananya in den Saal geführt wurde, war ihr Gesicht vollständig von einem langen rosafarbenen Schleier bedeckt. Rajiv lächelte, als er seine zukünftige Frau sah, doch fast sofort bemerkte er etwas Seltsames.

Ananya war viel zu angespannt.

Ihre Hände zitterten, und sobald einer der Verwandten versuchte, ihren Schleier zurechtzurücken, hielt das Mädchen den Stoff sofort dicht vor ihrem Gesicht fest.

Rajiv dachte, sie sei einfach nur nervös.

Während der Zeremonie sprach Ananya kaum. Mehrmals fragte der Mann sie leise, ob alles in Ordnung sei, und jedes Mal erhielt er dieselbe Antwort:

— Ja, alles ist in Ordnung.

Doch ihre Stimme sagte etwas ganz anderes.

Nach der Hochzeit gratulierten die Verwandten dem frisch vermählten Paar noch lange, machten Fotos mit ihnen und brachten Geschenke. Während dieser ganzen Zeit hob Ananya ihren Schleier kein einziges Mal an.

Erst spät am Abend waren sie endlich allein.

Rajiv setzte sich neben seine Frau und lächelte.

— Es sieht so aus, als dürfte ich dich jetzt endlich sehen.

Er streckte die Hand nach ihrem Schleier aus, doch Ananya hielt sie plötzlich fest.

— Vielleicht nicht jetzt?

Rajiv sah sie überrascht an.

— Warum?

— Ich bin einfach müde.

Der Mann spürte, dass sie etwas vor ihm verbarg.

— Ananya, sieh mich an.

Sie schwieg.

— Was ist passiert?

— Nichts.

Rajiv nahm vorsichtig ihre Hand weg und hob langsam den Schleier an.

Es war das erste Mal, dass er das Gesicht der Frau sah, die er gerade geheiratet hatte.

Doch statt eines Lächelns erschien ein Ausdruck des Schocks auf seinem Gesicht. Mit so etwas hatte der Bräutigam ganz sicher nicht gerechnet 😨😱 Die Fortsetzung der Geschichte findet ihr im ersten Kommentar 👇👇

Ananyas linke Wange war rot und leicht geschwollen. Auf ihrer Haut waren deutlich Fingerabdrücke zu erkennen, und neben ihren Lippen befand sich eine kleine Wunde.

— Wer hat dich geschlagen?

Das Mädchen wandte sofort den Blick ab.

— Das spielt keine Rolle.

— Wer?

Ananya schwieg.

Rajiv begann, sich an den gesamten Tag zu erinnern. In der Nähe der Braut hatten sich ständig Verwandte, Freundinnen und Frauen aus beiden Familien aufgehalten. Ein Fremder hätte sich ihr unmöglich unbemerkt nähern können.

Also musste es jemand gewesen sein, dem Ananya vertraute.

— Ist das heute passiert?

Das Mädchen nickte.

— Vor der Zeremonie?

Sie nickte erneut.

Rajiv spürte, wie sich in ihm alles zusammenzog.

— Warum hast du mir nichts gesagt?

Ananya sah ihn an.

— Weil man mir verboten hat, es dir zu sagen.

Diese Worte beunruhigten den Mann noch mehr.

Er rückte näher zu ihr und bat sie, ihm alles von Anfang an zu erzählen.

Ananya zögerte lange, doch dann gestand sie, dass etwa zwanzig Minuten vor der Zeremonie eine Frau das Zimmer betreten hatte, in dem sie sich auf die Hochzeit vorbereitete.

Sie bat alle anderen hinauszugehen und sagte, sie wolle mit der Braut unter vier Augen sprechen.

Zunächst sprach die Frau ganz ruhig.

Sie fragte Ananya, ob sie sich sicher sei, Rajiv heiraten zu wollen.

Dann sagte sie plötzlich:

— Du hast noch Zeit zu gehen.

Ananya dachte, es handle sich um irgendeine seltsame Prüfung, und antwortete deshalb, dass sie Rajiv liebe und die Hochzeit nicht absagen werde.

Nach diesen Worten veränderte sich der Gesichtsausdruck der Frau.

Sie erklärte, Ananya sei nicht die Richtige für diesen Mann, sie würde der Familie nach der Hochzeit nur Probleme bringen und diese Ehe hätte überhaupt nicht stattfinden dürfen.

Das Mädchen versuchte, das Zimmer zu verlassen.

Doch die Frau packte sie am Arm.

Als Ananya verlangte, dass sie sie losließ, bekam sie eine heftige Ohrfeige.

Der Schlag kam so unerwartet, dass das Mädchen sich kaum auf den Beinen halten konnte.

Danach trat die Frau näher an sie heran und warnte sie leise:

— Wenn du ihm davon erzählst, wirst nicht nur du es bereuen.

Rajiv hörte seiner Frau mit geballten Fäusten zu.

— Sag mir nur eines. Wer ist diese Frau?

Ananya sah ihn an, und Tränen liefen über ihre Wangen.

Einige Sekunden lang brachte sie kein Wort heraus.

Dann antwortete sie leise:

— Deine Mutter.

Rajiv erstarrte.

Doch das Schlimmste erfuhr Rajiv erst wenig später.

Seine Mutter war von Anfang an gegen diese Hochzeit gewesen, weil Ananyas Familie viel ärmer war als ihre eigene. Sie hatte gehofft, dass ihr Sohn die Tochter eines reichen Bekannten heiraten würde, und bis zum letzten Moment versucht, Ananya dazu zu bringen, von sich aus auf die Hochzeit zu verzichten.