Als die neue Gefangene ins Frauengefängnis gebracht wurde, warf die gefährlichste Insassin sie sofort zu Boden und überschüttete sie mit eiskaltem Wasser. Sie nannte es ein Aufnahmeritual. Dabei hatte sie keine Ahnung, wer diese stille Neuzugänge wirklich war und wie alles für sie enden würde…

Als die neue Gefangene ins Frauengefängnis gebracht wurde, warf die gefährlichste Insassin sie sofort zu Boden und überschüttete sie mit eiskaltem Wasser. Sie nannte es ein Aufnahmeritual. Dabei hatte sie keine Ahnung, wer diese stille Neuzugänge wirklich war und wie alles für sie enden würde… 😱

Als man mich ins Frauengefängnis brachte, wurde mir sofort klar, dass hier niemand wissen wollte, wer du bist oder warum du hinter Gittern gelandet bist. Hier wurden alle gleichermaßen gehasst. Es spielte keine Rolle, ob du schuldig oder unschuldig warst, einen schrecklichen Fehler begangen hattest oder einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen warst. Für die anderen warst du nur eine weitere Gefangene, die man demütigen konnte.

Niemand kannte meine Geschichte. Niemand fragte, wer ich früher gewesen war. Doch schon in der ersten Minute sahen sie mich mit einem solchen Hass an, als hätte ich jeder Einzelnen von ihnen persönlich etwas angetan. Dabei waren viele dieser Frauen, wenn man ehrlich war, keinen Deut besser als ich.

In den ersten Tagen versuchte ich, mit niemandem zu sprechen. Ich erledigte alles schweigend, widersprach niemandem und sah niemandem in die Augen. Ich glaubte, wenn ich keinen Anlass gäbe, würde man mich in Ruhe lassen. Doch schon bald begriff ich, dass Schweigen an diesem Ort als Schwäche galt.

Während des Hofgangs kam die einflussreichste Gefangene auf mich zu. Sie war eine riesige Frau mit einem eiskalten Blick, bei dem einem unwohl wurde. Sofort machten alle anderen Platz, als hätten sie Angst, ihr auch nur zufällig in die Quere zu kommen.

Sie blieb direkt vor mir stehen und grinste.

— Na, Neue… Bist du bereit für deine Aufnahme?

— Welche Aufnahme? — fragte ich ruhig.

Sie lachte laut.

— Die musste hier jede durchmachen. Jetzt bist du dran.

Wenige Sekunden später war ich bereits von allen Seiten umringt. Jemand stieß mich gegen die Schulter, jemand stellte mir ein Bein, und ich stürzte auf den nassen Betonboden. Über mir ertönte Gelächter.

Dann schütteten sie einen Eimer eiskaltes Wasser über mich. Die Kälte brannte auf meiner Haut. Einige klatschten Beifall, während die Anführerin zufrieden lächelte.

— Das ist erst der Anfang, sagte sie. Jetzt wirst du den ganzen Flur entlang kriechen. Und wenn du auch nur eine Sekunde anhältst, wirst du es bereuen.

Ich hob langsam den Kopf und sah ihr direkt in die Augen. Sie hatte keine Ahnung, wer ich wirklich war und was schon in wenigen Minuten passieren würde. 😲😱 Den zweiten Teil dieser Geschichte findet ihr im ersten Kommentar. 👇👇

— Bist du sicher, dass du weitermachen willst?

Sie trat einen Schritt näher.

— Willst du mir etwa drohen?

Ich antwortete nicht. Ruhig zog ich ein kleines gefaltetes Blatt Papier aus meiner Tasche, das man mir direkt nach meiner Verlegung übergeben hatte. Die ganze Zeit hatte ich absichtlich niemandem gezeigt, was darauf stand.

— Was ist das? — fragte sie mit gerunzelter Stirn.

— Meine Versetzungsanordnung, sagte ich leise. Allerdings nicht als gewöhnliche Gefangene.

Sie riss mir das Blatt aus der Hand, überflog einige Zeilen und wurde plötzlich kreidebleich.

— Das… das kann nicht sein…

In diesem Moment flog die Tür des Zellenblocks auf. Der Gefängnisdirektor trat gemeinsam mit mehreren Bediensteten ein.

Er kam direkt auf mich zu, half mir auf die Beine und sagte laut, sodass es alle hören konnten:

— Ich entschuldige mich. Wir hatten keine Gelegenheit, das Personal rechtzeitig zu informieren. Das hier ist eine neue Mitarbeiterin der internen Sicherheitsabteilung. Sie wurde verdeckt eingeschleust, um die Misshandlungen von Gefangenen zu untersuchen.

Auf dem Flur wurde es so still, dass man hören konnte, wie das Wasser von meiner Kleidung auf den Boden tropfte.

Die Frau, die mich noch vor einer Minute mit dem Fuß auf den Boden gedrückt hatte, machte langsam einen Schritt zurück.

Der Direktor wandte sich ruhig an die Bediensteten und sagte:

— Die Aufnahmen der Überwachungskameras wurden bereits gesichert. Alle Beteiligten werden getrennt untergebracht. Es wird ein sehr langes Gespräch geben.

Erst in diesem Moment begriffen sie endlich, dass heute nicht ich die Aufnahmeprüfung bestanden hatte.

Sondern sie.