Kaum war ich von der Arbeit zurückgekehrt, begann meine Nachbarin mich anzuschreien: „Hör auf, so einen Lärm zu machen, mir platzt schon der Kopf von deinen Stimmen“; ich verstand zunächst gar nicht, wovon sie sprach, denn den ganzen Tag über war ich nicht zu Hause gewesen

Kaum war ich von der Arbeit zurückgekehrt, begann meine Nachbarin mich anzuschreien: „Hör auf, so einen Lärm zu machen, mir platzt schon der Kopf von deinen Stimmen“; ich verstand zunächst gar nicht, wovon sie sprach, denn den ganzen Tag über war ich nicht zu Hause gewesen 😲

Und da wurde mir mit Entsetzen klar, dass seit zwei Monaten, während ich nicht da war, irgendein fremder Mensch heimlich meine Wohnung betrat. Um die Wahrheit herauszufinden, beschloss ich, mich unter dem Bett zu verstecken und auf ihn zu warten … 🫣😱

Ich kam müde und gereizt von der Arbeit nach Hause und wünschte mir nur Ruhe und eine Dusche, doch direkt vor der Tür hielt mich die Nachbarin aus der unteren Etage auf. Sie wirkte sichtlich genervt und begann sofort in scharfem Ton zu sprechen, ohne mich überhaupt zu grüßen.

— Hör auf, so einen Lärm zu machen, — sagte sie. — Mir platzt schon der Kopf von deinen Stimmen.

Ich war völlig perplex und verstand zunächst nicht, wovon sie redete.

— Welche Stimmen? Wann? — fragte ich.

— Heute Morgen, — antwortete sie. — Ich bin von dem Lärm in deiner Wohnung aufgewacht.

— Das ist unmöglich, — sagte ich. — Ich bin um acht Uhr morgens aus dem Haus gegangen und erst jetzt zurückgekommen.

Die Nachbarin schüttelte den Kopf und sagte überzeugt, dass die Geräusche eindeutig aus meiner Wohnung gekommen seien. Ihren Worten nach war es gegen neun Uhr morgens gewesen. Sie erzählte sogar, dass sie zu mir hochgegangen und an die Tür geklopft habe, aber niemand geöffnet habe. Danach, so sagte sie, sei der Lärm plötzlich verstummt.

Ich wurde nervös und versuchte, irgendeine Erklärung zu finden. Ich sagte, dass unmöglich jemand in meiner Wohnung gewesen sein könne. Sie schlug vor, die Polizei zu rufen, und vermutete Einbrecher. Ich lehnte ab und meinte, ich hätte vielleicht einfach den Fernseher angelassen.

Ich ging in die Wohnung und sah mich aufmerksam um. Alles war an seinem Platz, die Tür war nicht aufgebrochen, es herrschte völlige Stille. Keine Spuren, keine Geräusche. Ich ging wieder zur Nachbarin und sagte, dass sie sich vermutlich geirrt habe. Wir beschlossen beide, dass es wohl nur ein Missverständnis gewesen sei.

An diesem Abend versuchte ich, mich zu beruhigen, doch am nächsten Tag wiederholte sich alles. Die Nachbarin fing mich erneut ab und sagte, dass an diesem Tag ein weiblicher Schrei aus meiner Wohnung zu hören gewesen sei.

In diesem Moment wurde mir wirklich unheimlich. Ich begriff, dass in meiner Wohnung etwas Seltsames geschah, während ich nicht zu Hause war.

In jener Nacht schlief ich kaum. Die Gedanken ließen mir keine Ruhe, und am Morgen fasste ich einen Entschluss. Ich rief meinen Vorgesetzten an, sagte, dass es mir schlecht gehe, und blieb zu Hause.

Um 7:45 Uhr öffnete ich die Garage, fuhr mit dem Auto hinaus, sodass die Nachbarn mich sehen konnten, stellte dann den Motor ab und schob das Auto vorsichtig wieder hinein. Ich kehrte ins Haus zurück und versteckte mich im Schlafzimmer unter dem Bett, bemüht, so leise wie möglich zu atmen. Mein Herz schlug so laut, dass es mir vorkam, als könne man es im ganzen Haus hören.

Mehrere Stunden vergingen in völliger Stille. Ich begann schon zu denken, dass ich den Verstand verlor, als ich gegen elf Uhr vormittags hörte, wie sich die Wohnungstür öffnete.

Die Schritte waren ruhig und sicher, als wüsste die Person genau, wohin sie ging. Sie ging durch den Flur und betrat das Schlafzimmer. Und dann sah ich sein Gesicht … 😨😱 Die Fortsetzung dieser unheimlichen Geschichte habe ich im ersten Kommentar erzählt 👇👇

Als ich seine Beine sah, wurde mir sofort alles klar. Es war mein Exfreund. Wir hatten uns vor zwei Monaten getrennt, und in diesem Moment erinnerte ich mich daran, dass ich ihm den Zweitschlüssel nie abgenommen hatte.

Er kannte meinen Tagesablauf genau und kam hierher, während ich nicht zu Hause war. Und er war nicht allein. Er brachte andere Frauen mit, tat es absichtlich, aus Rache, und war der Meinung, ein Recht darauf zu haben.

Ich kroch unter dem Bett hervor, und als er mich sah, wurde er bleich. Ich erklärte nichts und stellte nichts zur Rede. Ich rief sofort die Polizei und erhob Anzeige wegen unbefugten Betretens privaten Eigentums.

An diesem Tag begriff ich endgültig, dass manchmal der unheimlichste Fremde genau derjenige ist, den man einmal sehr gut gekannt hat.