Straßenschläger belästigten auf der Straße eine junge Frau und drängten sie gegen eine Wand. In ihrer Verzweiflung rief sie einen vorbeigehenden Mann um Hilfe und nannte ihn beim Namen, ohne zu wissen, wer er in Wirklichkeit war 😱
Die junge Frau stand bereits seit einigen Minuten mit dem Rücken an die kalte Wand eines alten Gebäudes gedrückt. Vor ihr standen zwei Männer, und jedes Mal, wenn sie versuchte, zur Seite auszuweichen, versperrte ihr einer von ihnen den Weg.
„Hol das Geld raus“, sagte einer von ihnen gereizt. „Und gib uns auch dein Handy.“
„Ich habe fast nichts“, antwortete die junge Frau mit zitternder Stimme. „Bitte, lasst mich einfach gehen.“
Sie hieß Emma. Sie war auf dem Heimweg von der Arbeit und hatte beschlossen, eine Abkürzung durch eine kleine Straße zwischen alten Häusern zu nehmen. Normalerweise waren hier viele Menschen unterwegs, doch heute hatte es angefangen zu regnen, weshalb kaum noch Passanten zu sehen waren.
Die Straßenschläger hatten die junge Frau bereits an der Kreuzung bemerkt und waren ihr gefolgt.
Zunächst achtete Emma nicht auf sie, doch schon bald holten sie sie ein.
Einer der Männer riss ihr die Tasche aus den Händen, während der andere sie gegen die Wand drängte.
„Sag uns den Code für dein Handy“, forderte er.
„Ich habe doch gesagt, dass ich kein Geld habe!“
„Das werden wir jetzt überprüfen.“
Der Mann öffnete ihre Tasche und begann, ihre Sachen direkt auf den nassen Asphalt zu werfen.
Emma sah sich um. Sie wollte schreien, doch die Straße war fast menschenleer. Die Autos fuhren weit entfernt hinter der Kreuzung vorbei, und die Fenster der nächstgelegenen Gebäude waren geschlossen.
Plötzlich bemerkte sie jemanden.
Auf der anderen Straßenseite ging langsam ein großer Mann um die vierzig entlang. Er trug eine schwarze Lederjacke, eine dunkle Hose und schwere Stiefel. Er hatte kurze Haare, einen Bart und ein derart strenges Gesicht, dass Emma unter anderen Umständen selbst versucht hätte, sich von einem solchen Mann fernzuhalten.
Doch jetzt war er ihre einzige Hoffnung.
Der Mann ging an ihnen vorbei, ohne auch nur in ihre Richtung zu schauen.
Da tat Emma das Erste, was ihr in den Sinn kam.
Sie sah den Fremden direkt an und schrie aus Leibeskräften:
„Peter! Peter, rette mich!“
Der Mann blieb stehen. Auch die Straßenschläger erstarrten.
Emma wusste selbst nicht, warum sie ausgerechnet diesen Namen gewählt hatte. Wahrscheinlich war es einfach der erste Name, der ihr eingefallen war.
Sie beschloss, so zu tun, als würde sie den Fremden kennen.
„Peter!“, rief sie erneut. „Bitte!“
Der Mann drehte langsam den Kopf. Einige Sekunden lang sah er die junge Frau einfach nur an.
In diesem Moment konnte Emma nicht einmal erahnen, wer dieser Fremde in Wirklichkeit war und was wenige Minuten später mit ihr geschehen würde. 😰😮 Die Fortsetzung der Geschichte findet ihr im ersten Kommentar 👇👇
Er sah die auf dem Boden verstreuten Sachen, ihr verängstigtes Gesicht und die Hand eines der Männer, der sie an der Wand festhielt.
Danach veränderte sich sein Gesichtsausdruck.
Er drehte sich um und ging auf sie zu.
„Ist das etwa deine Freundin?“, spottete einer der Straßenschläger.
Der Fremde antwortete nicht.
„Mann, geh einfach weiter. Wir unterhalten uns hier nur.“
Doch Peter kam immer näher.
Plötzlich bemerkte Emma etwas Merkwürdiges.
Etwa zwanzig Meter hinter ihm waren drei weitere dunkel gekleidete Männer aufgetaucht.
Wenige Sekunden später stiegen noch zwei Männer aus einem schwarzen Wagen, der am Straßenrand geparkt war.
Das Lächeln verschwand aus dem Gesicht des Straßenschlägers.
„Wer seid ihr?..“
Peter blieb vor ihm stehen.
„Sie hat mich um Hilfe gebeten.“
„Wir wussten nicht, dass sie zu Ihnen gehört.“
Peter sah Emma an.
„Ich kenne sie auch nicht.“
Es wurde still.
Emma spürte, wie ihre Hände eiskalt wurden.
Erst jetzt begriff sie, dass sie sich für ihre Rettung möglicherweise nicht gerade den ungefährlichsten Menschen ausgesucht hatte.
Einer der Männer, die hinter Peter standen, trat näher.
„Boss, ist alles in Ordnung?“
Als die Straßenschläger das Wort „Boss“ hörten, sahen sie einander an.
Peter nickte kaum merklich.
Seine Leibwächter umstellten die Männer sofort und zwangen sie, sich von der jungen Frau zu entfernen.
„Gebt ihr alles zurück“, befahl Peter ruhig.
Die Tasche, das Handy und die Geldbörse wurden sofort vor Emma auf den Boden gelegt.
„Wir gehen“, murmelte einer der Straßenschläger.
„Noch nicht.“
In seiner Stimme lagen weder Wut noch Drohung, doch genau das machte ihnen mehr Angst als alles andere.
Wenige Minuten später traf die Polizei ein. Wie sich herausstellte, hatte einer von Peters Leibwächtern sie bereits gerufen, als er gesehen hatte, was dort geschah.
Die Straßenschläger wurden festgenommen.
Als alles vorbei war, hob Emma ihre Tasche auf und ging zu dem Fremden.
„Danke.“
Peter sah sie schweigend an.
„Entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie Peter genannt habe. Ich weiß überhaupt nicht, warum ich gerade diesen Namen gewählt habe.“
Die Leibwächter sahen einander plötzlich an.
Einer von ihnen lächelte sogar.
Emma runzelte die Stirn.
„Was ist?“
Zum ersten Mal lächelte der Fremde leicht.
„Weil ich tatsächlich Peter heiße.“
Emma erstarrte.
„Im Ernst?“
„Im Ernst.“
Doch das Erstaunlichste erfuhr sie erst wenig später.
Peter war der Anführer eines der einflussreichsten Clans der Stadt. Sein Name war den Besitzern großer Unternehmen, Politikern und Menschen bekannt, denen gewöhnliche Einwohner lieber niemals begegnen wollten. Genau deshalb wurde er ständig von Leibwächtern begleitet.
An diesem Abend war er nur durch Zufall in dieser Straße gewesen.
Bevor er ging, holte Peter eine Visitenkarte hervor und reichte sie Emma.
„Nimm sie.“
„Wozu?“
„Wenn diese Männer oder einer ihrer Freunde noch einmal in deiner Nähe auftauchen, ruf diese Nummer an.“
Emma nahm die Karte vorsichtig entgegen.
„Und was soll ich sagen?“
Peter war bereits auf dem Weg zum Wagen, blieb jedoch stehen und sah über seine Schulter zurück.
„Sag einfach: ‚Peter, rette mich.‘“
Wenige Sekunden später fuhren die schwarzen Autos davon, während Emma noch lange im Regen stand und die Visitenkarte in der Hand hielt.
